Neuheit oder zurück zum Ursprung?

Zweisamkeit mit Gott
Dressed up with no where to go, Miguel Pimentel*

Was ist wirklich neu? Wenn ich z.B. ein Bild male ist anfänglich eine weiße Leinwand vor mir. Innerlich entsteht das Bild und ich male es auf die Leinwand. Es stellt sich die Frage, woher kommt das Bild, woher ist es bei mir innerlich entstanden? Wenn ich darüber nachdenke frage ich mich, war das Bild vielleicht vorher schon da? Auch für das Wort Religion findet sich dazu die Interpretation: "... das Streben nach der Wiedervereinigung der diesseitigen Existenz mit seinem jenseitigen Ursprung" (Wikipedia: Religion). Aus diesem Zusammenhang enspringt unser heutiges Thema: Neuheit - Zurück zum Ursprung.

 

Wir nehmen uns jedes Jahr wieder vor, etwas neues zu erschaffen, aber es klappt nicht unbedingt immer. Die guten Vorsätze verblassen irgendwann. Woran liegt das? Können wir denn wirklich Neues erschaffen?

 

In der Meditation können wir uns neu in das ursprüngliche reine Selbst zurück versetzen, wie ein Baby was neu geboren ist, was neu und frisch in die Welt kommt, rein und unschuldig. Es geht um diese Art von Neuheit, die tief im Herzen ist. Es ist Gottes reine Schöpfung, die tief in meiner Seele vergraben ist. Sich dieser Neuheit wieder bewusst zu werden und sie auch in meinen Handlungen mit einfließen zu lassen, darum geht es. Diese Neuheit ist es, wo Qualitäten und Werte zählen, diese Göttlichkeit muss ich nicht wirklich neu erschaffen. Sie ist in mir vorhanden. Man kann auch sagen es ist eine Re-Kreation, eine Rückerschaffung dessen, was schon da ist.

 

Für die Meditation können wir diese Neuheit, in welcher ich mich tief im Herzen als Gottes reine Schöpfung verstehe, als Basis für das ganze Jahr behalten. Hier der Originalton:

 

*Bild oben flikr.com, geändert, Lizenz: CC BY-SA 2.0

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Mir selbst vergeben und Anderen vergeben

Zweisamkeit mit Gott
Forgiveness, Susquehannah Hat Company*

Wir beginnen mit einer Minute Stille.

 

Wir wünschen uns immer, dass unsere Fehler verziehen und vergeben werden. Selbst Verzeihen zu können und zu Vergeben ist eine andere Sache. Doch im tiefen Herzen möchten wir das auch, wir sehnen uns im Innersten nach Frieden. Vergebung ist ein Schritt in diese Richtung. Doch kann ich jede "Entschuldigung" annehmen? Wenn z.B. ein Gefühl sagt, dass die Bitte um Verzeihung ehrlich gemeint ist, es bei der anderen Person tatsächlich zu einer Einsicht kam und sie mir wieder wohlgesonnen ist, fällt mir die Vergebung leicht.

 

Wenn jedoch immer wieder eine Entschuldigung einfach nur der Form halber gesagt wird und ich merke, dass es nicht aus dem Herzen kommt, ist es für mich sehr schwer zu Verzeihen und jedes mal wieder zu allem gut zu sein. Ich komme mir dann wie ein Spielball der Ereignisse vor, der ich nicht sein möchte. Ich muss Grenzen setzen.

 

Doch kann ich in diesem Fall erwarten, dass sich die andere Person ändert, weil ich mich im Recht fühle? Die andere Person sieht es sicher anders und mich im Unrecht. Was kann ich tun? Da ist Hilfe gefragt. Gott kann helfen. Im Evangelium sagt Jesus dazu: "Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin" (Matthäus 5,39). Das bedeutet wohl, wenn ich z.B. ungerecht behandelt werde ist es besser die Ungerechtigkeit meinerseits nicht zurückzugeben sondern im Gegenteil die andere Person gut zu behandeln und zu loben. - Das ist nicht einfach und nicht leicht!

 

In so einer Situation cool zu bleiben ist schon schwer genug. Wenn einem das jedoch gelingt, besteht die Möglichkeit später alles noch einmal zu durchdenken. Die Situation hat sich dann beruhigt. Es kann sein, das man ein Problem bei einem selbst erkennt und vielleicht die andere Person ein wenig versteht. Schlimmstenfalls kann man alles so stehen lassen wie es ist, gegenseitig die andere Auffassung tolerieren und trotzdem die Person hochachten. Es gibt vielleicht gemeinsame Qualitäten, welche Toleranz leichter machen.

 

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Die Meditation über das Verzeihen im Originalton:

 

*Bild oben flikr.com, geändert, Lizenz: public domain

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Zweisamkeit mit Gott

Zweisamkeit mit Gott
Hand in Hand, Thomas8047*

Am Anfang gab es eine Minute Stille.

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Es kann sein, dass man sich manchmal einsam fühlt, selbst in einer Beziehung oder in der Familie. Wenn man sich nicht verstanden fühlt, kann Einsamkeit aufkommen. In solchen kürzeren oder längeren Momenten sind Menschen mit denen man eigentlich eine nahe Beziehung hat, z.B.  Freunde, Bekannte, Kollegen, selbst eigene Kinder oder der Partner, nicht in der Lage mir die Gemeinschaft zu geben, die ich dann brauche. Das zeigt, es handelt sich um eine innere Angelegenheit. Kaum ein Mensch kann und will die tiefen Erwartungen erfüllen, die ich im Leben habe: Unbegrenzte Erwartungen, z.B. Schutz,  Liebe, Verständnis, Kooperation, und die Toleranz meiner Unzulänglichkeiten.

 

Gott ist in der Lage, diese Erwartungen zu erfüllen. Wie wir in der Meditation geübt haben, bauen wir zu ihm eine gedankliche Verbindung im Seelenbewusstsein auf. Wir entspannen uns und empfangen seine reinen Qualitäten von Frieden, Liebe und Kraft. Wir haben automatisch eine Beziehung zu ihm, z.B. du bist der Vater, ich bin dein Kind. In der Stille sprechen wir mit ihm durch unsere Gedanken, und wir können seine Antworten erfühlen. Wir können auch andere Beziehungen zu Gott haben, erfüllte Beziehungen, die wir uns wünschen. Erforderlich ist natürlich die Bereitschaft, seine göttlichen Geschenke annehmen zu können. Dies üben wir mit Hilfe der Meditation. Es kann je nach Wunsch und Begeisterung auch mit eigenen neuen Ideen vertieft werden.

 

Hier unser Beispiel in der Meditation.

Der Originalton:

 

 *Bild oben flikr.com, geändert, Lizenz: CC BY-SA 2.0.p

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1 Jahr Meditationskreis in der Eine-Welt-Kirche

Silence
Hintergrund: Brainstorming zur Vorbereitung 2015
Zu Beginn gab es einen kleinen Rückblick im Zusammenhang einer Geschenk-CD mit einer kleinen Auswahl von original Meditations-Kommentaren, welche hier im Kreis über das Jahr hinweg gehalten wurden. Auch über die Anfänge des Meditationskreises wurde einiges berichtet. Eine Meditation über die Stille folgte. Die Meditation wurde live mit Gitarrenmusik eingeleitet, und ist hier im Originalton zu hören:
 
 

 

Wie wurde die Meditation empfunden? Es gab wieder regen Austausch der Teilnehmer:

 

... Zuerst konnte ich mich nicht darauf einlassen, es gab ganz viele Gedanken, je weiter die Erzählung ging, je angenehmer wurde es. Irgendwann hatte ich das Gefühl in einem großen Raum an einem Tisch mit einer hellen Kerze zu sein, warm und ruhig. Es war ein kurzer, angenehmer Moment.

 

... Ich fand es zu kurz, ich hätte einfach weiter machen können.

 

... Ich war relativ weit weg und plötzlich wieder hier.

 

...  Ich hatte Gedanken ob ich nicht öfter in die Stille gehe, weil es gut ist.  Während ich das dachte, merkte ich, dass diese Gedanken mich von der Stiile wegführen. Ich sage mir, jetzt bleib mal still, werde endlich still. Wir sind Meister der Gedanken und ich lenke sie ja selbst.

...

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Die Kraft der Stille

Silence
Silence, kooikkari*
Zunächst gibt es einige Minuten Stille, diesmal mit einigen Worten Kommentar. Hier der Originalton:
 

 

Reaktionen aus dem Kreis: ... die Meditation hätte noch länger gehen können ... Die Stille war kaum zu beschreiben, es war raumübergreifend, erstaunlich ... zu Anfang ging's,  dann kamen andere Gedanken, es ist dann schwierig wieder hinein zu kommen, die Musik hat auch gefehlt ... mir ging es richtig gut, ich konnte mich darauf einlassen, ich als kleines Licht und Gott als großes Licht, sich gegenseitig gut tun ... wenn ich an Gott denke, dann entspannt sich bei mir immer alles ...

 

Ich stelle mir einen Kreis vor, wo innen alles still ist. Außen ist der Trubel, helle Ablenkung. Ich konzentriere mich dann auf die Mitte des Kreises und stelle mir vor, dort bin ich zusammen mit Gott. Es ist teilweise anstrengend sich vorzustellen, dass man selbst ein Punkt ist, die Seele, aber es tut gut. Man sagt auch "das Herz". Menschlich sein heißt auch herzlich sein, herzlich ist wärmer. Man sagt: "Raue Schale, weiches Herz" oder "Ein gutes Herz", damit ist in jedem Fall die Seele gemeint, oder das "Ich".

 

Aus der Stille Kraft zu schöpfen geht über die Konzentration. Wenn ich das übe merke ich, dass Kraft entsteht, das ist meine Erfahrung und noch viel besser ist es, wenn Gott dabei ist. Gerade bei schwierigen Aufgaben hilft die stille Konzentration wobei alles andere draußen bleibt. Die Stille ist da, ich konzentriere mich, und das gibt Kraft. Die Eigenschaft dieser Kraft ist, genauer zu unterscheiden. Was ist besser, was ist nicht so gut. Gleichzeitig kann ich mich entscheiden, wie es weitergehen soll. Die Kraft der Stille führt in einfacher Weise also zu besseren Entscheidungen und damit zu besseren Ergebnissen.

 

Dazu eine weitere Meditation über die Kraft der Stille, jetzt mit Musik, im Originalton:
 

*Bild oben flikr.com, geändert, Lizenz: CC BY-SA 2.0.

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Helfen statt Kritik

Helfen statt Kritik
Bild: Public Domain, Google
Ich bin eine friedvolle Seele, das ist die Basis unserer Meditation.  Solche schönen Orte wie hier (Eine-Welt-Kirche) erleichtern es, sich auf Frieden einzustimmen und sich auf die Kraft des Friedens einzulassen. Aber wir sind nicht immer friedlich, manchmal kommen wir in andere Situationen. Unsere verschiedene Neigungen und Gewohnheiten stoßen aneinander, weil diese nicht immer harmonisch zusammenpassen. Das Unterbewusstsein hat sich, aus ständig wiederholenden Handlungen sowie eindrucksvollen Erfahrungen und manchmal auch aus Traumata extremer Situationen, individuell bei jedem verschieden entwickelt. Wir, die Seelen, sind im Ursprung Gottes Kinder, daher sind Unterbewusstsein und Neigungen im Ursprung ebenso rein und unverfälscht. Jedoch gibt es individuelle Veränderungen im Laufe des menschlichen Daseins. Zum Beispiel wird die Seele vergessen und man identifiziert sich auch mit dem Körper. Es bilden sich sogar verschiedene Beurteilungen von richtig und falsch. Jeder hat für sich persönlich feststehende unumstößliche Meinungen über Dinge und Zusammenhänge. Manchmal erwartet man schon von Jemanden nach einiger Zeit eine entsprechende Reaktion, z.B. auch wenn sie entgegen der eigenen Meinung ist. Dann liegt es nahe, dass Kritik am Anderen aufkommt. Teilweise verstärkt sich die Kritik, und die eigene Zufriedenheit leidet. Man merkt, die erhoffte Lösung bleibt aus und die Situation wird schwieriger. Doch was hilft hier?
 
Der erste helfende Gedanke ist: "Ich möchte mich auch nicht in eine eine festgelegte Schublade stecken lassen",  ich weiß ich habe auch Fehler aber ich möchte gern besser werden und die Fehler ablegen. Dafür bin ich um jede Hilfe dankbar. Ich muss dann allerdings auch bereit sein mir was sagen zu lassen, auch wenn ich es nicht gern höre. Ich habe aber so die Chance aus meinen schwierigen Neigungen herauszukommen. Eine weitere Sache ist die Neigung zu sich selbst eine negative Einstellung zu pflegen, was meistens sehr versteckt ist und auf keinen Fall zugegeben wird. Es lohnt sich dies unter die Lupe zu nehmen, um herauszufinden was dahinter steckt. Ein Möglichkeit aus dieser Neigung heraus zu kommen ist die Frage: Wie sieht mich Gott? Ich bin sein Kind, seine Schöpfung, er kann es nur gut mit mir meinen. Ich kann mir selbst helfen mit Gott zusammen wieder die Richtung meiner ursprünglichen positiven und friedlichen Neigungen zu verfolgen.
 
Originalton, die anschließende Meditation:
 

 

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Seelenbewusstsein

die Seele
Bild (Ausschnitt): Kay Reimer, Hamburg

Der Mensch besteht aus Körper und Seele. Warum gehen wir in der Meditation davon aus: Ich bin die Seele? Ein Beispiel: Wenn der Mensch stirbt ist kein Leben mehr im Körper, es ist aus dem Körper gegangen. Das Leben ist die Seele. Wenn ich darüber nachdenke, was ich tun soll und was ich lassen soll, wenn ich meditiere und meine eigenen Entscheidungen treffe, dann gehe ich davon aus, dass ich und mein Leben das ist, was die Seele bedeutet. Wenn der Körper gestorben ist, d.h. die Seele ist nicht mehr im Körper, dann kommt die Beerdigung. Es wird gesagt: Erde zu Erde und Staub zu Staub. Die Seele ist weder aus Erde noch aus Staub.

 

In der Meditation ist das bewusste Sein die Seele. Aus diesem Grund sprechen wir vom Seelenbewusstsein.  In Gegensatz dazu: Schaut man aus den Augen, dann sieht man die anderen Menschen in erster Linie als Körper. Man kann ja nur den Körper sehen; wie der Körper sich bewegt, wie alt er ist, junge Körper sind meist attraktiver. All dieses deutet darauf hin, dass wir normalerweise nicht seelenbewusst, sondern körperbewusst sind. In der Meditation sagen wir: Ich bin die Seele, das Leben. Man kann sich entscheiden: Ich möchte daher im Seelenbewusstsein bleiben. Dann verhält sich diese eigene Entscheidung so wie die Entscheidung zur christliche Taufe. Die Taufe bedeutet, man entscheidet sich für Gott. Dort gibt es das alte Leben und das neue Leben, in gleicher Weise ist es hier auch mit dem Körperbewusstsein und dem Seelenbewusstsein.

 

Was will eigentlich die Seele? Die Seele möchte Frieden und Glück erleben. Warum? Frieden und Glück ist, was die Seele von Gott geschenkt bekommen kann. Man ist zufrieden, wenn man glücklich ist. "Ich bin glücklich, ich bin zufrieden, ich habe es geschafft". Wenn man dieses Ziel erreicht hat, kann man sich wirklich freuen. Es ist jedoch nicht so einfach und teilweise scheint es unerreichbar, dass man sagen kann "Ich hab's geschafft!" - Ein weiterer Aspekt ist: Was kommt danach?

 

Eine Bemerkung aus dem Kreis kam: Der Geist fehlt! der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. - Hier: Bei unserer Betrachtung des Bewusstseins ist der Geist in der Seele bereits enthalten, "Geistesbewusstsein" ist in diesem Zusammenhang nicht geläufig. Eine weitere Bemerkung gab es aus dem Kreis über den Satz "Ich hab's geschafft!": Man muss nichts schaffen oder vollbringen um glücklich zu werden, Das Glück kommt von innen! - Ja, das ist richtig. "Ich hab's geschafft!" ist hier gemeint als ein geflügeltes Wort, als ein Symbol. Das Glück kommt von Innen, die Seele will Frieden und Glück. Wenn ich z.B. bete, meditiere oder intensiv an Gott denke, dann ist es das, was ich von Gott bekommen kann. Natürlich ist es eine seelische, innere Sache. Die intensive Übung an Gott zu denken, was ja auch unsere Meditation ist, kann auf alle Fälle einen tiefen, glücklichen Zustand bewirken. Frieden ist in der Seele schon vorhanden. Man kann Frieden wiederfinden oder "ausgraben". Unbegrenztes Glück ist jedoch das Geschenk Gottes.

 
Originalton, die anschließende Meditation über Seelenbewusstsein :
 

 

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Die Kräfte der Seele

Morning Sun
Morning Sun, Christopher Kray*

Zusätzlich zu den Werten und Tugenden brauchen wir auch Kraft, um im Alltag schwierige Situationen zu bestehen. Wenn wir uns der Kraft oder den Kräften in der Seele bewusst werden, können wir diese auch praktisch anwenden. Der helfende Gedanke ist: Gott ist allmächtig, er hat alle Kräfte zur Verfügung und wir, seine Kinder, haben daher auch alle Kräfte. Wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, sind sie allerdings nicht sofort greifbar.

 

Deutlich hilft uns die Kraft der Toleranz. Es gibt Situationen wo keine Möglichkeit besteht zu lenken und einzugreifen. Meutern und Meckern nützt da auch nicht viel. Oder sehr unterschiedliche Persönlichkeiten treffen aufeinander, ich kann den Anderen nicht ändern und manchmal kracht es. Wenn in diesen Fällen die Kraft der Toleranz greifbar ist, kann ich mich besinnen und einen Moment warten um der Situation Raum zu geben, anstatt sofort zu reagieren.  Dies "Aushalten" muss nicht "Erleiden"sein, in der gewonnene Zeit kann es eine Abkühlung oder Beruhigung geben.

 

Es gibt auch die Kraft Situationen zu erkennen und ihnen zunächst als Beobachter zu begegnen, sie sich erst einmal mit Abstand anzuschauen um negativen Einfluss nach Möglichkeit zu vermeiden. Danach ist es leichter angemessen zu reagieren. Es betrifft natürlich auch die Folgen aus eigenen Ursachen. Der englische Name dafür ist "power to face".

 

Die Kraft zu unterscheiden setzt ein, bevor Entscheidungen getroffen werden. Vor einer unüberlegten Reaktion brauche ich die Kraft der Unterscheidung, um abzuwägen wo mein Interesse liegt. Mein Interesse ist im Frieden zu bleiben. Ich betrachte in der Situation welche Möglichkeiten ich habe, bringt meine Reaktion für mich und auch den Anderen mehr Frieden? Danach wird die Entscheidung getroffen.

 

Für die Kraft sich zurückzuziehen gibt es das Symbol der Schildkröte. Wir brauchen diese Kraft im Trubel des Alltags, um erst einmal Zeit zu haben sich die Vorkommnisse innerlich anzuschauen und in Ruhe die Dinge mit Gott zu besprechen.

 

Das sind schon einige Kräfte der Seele und wir gehen jetzt zusammen in diese Rückzugskraft und schauen in unsere innere Welt. Ein Anfang sich selbst als Seele zu sehen, das Wesen was denkt, was fühlt, was handelt, was ich wirklich bin, um einfach nur zu verstehen: ich bin Gottes Kind, ich habe auch diese Kräfte in mir und ich möchte sie jetzt aktivieren. Ich möchte die Kräfte zur Verfügung haben, wenn ich sie brauche. Wir können in der Meditation auch die Augen offen halten, ab und zu ist es gut dies zu üben. Die Augen offen zu halten ist im Alltag vorteilhaft, wenn wir in unser Inneres schauen möchten aber trotzdem anwesend sein müssen.

 

Originalton, die Meditation über Kräfte der Seele:
 

*Bild oben flikr.com, geändert, Lizenz: CC BY 2.0.

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Gottes Clown sein (Ein Buch von Henri Nouwen)

Clown Thinker
Clown Thinker, Alan Levine*

Es geht darum im spirituellem Dienst auch mit Schwächen zu leben und Fehler machen zu dürfen. Dabei ist der Clown ein Bild für eine kindlich unschuldige Einstellung welche es erleichtert authentisch zu sein. Der Clown ist das Vorbild für ein bedingungsloses "ja" zum Leben, egal wie ungeschickt oder fehlerhaft so manche Szene abläuft, es gibt nie einen Grund den Humor zu verlieren und die Hoffnung aufzugeben. In der Beschreibung des Buches heißt es: "... (Das Buch) erschließt den Clown als Modellgestalt für die Wege der Stille, des Gebets und der Kontemplation. Sie führen zu einer heiteren Gelassenheit im Dienst an anderen Menschen."

 

Wir können uns ebenso zum "ja" im Leben ausrichten, versuchen zu akzeptieren was auch immer kommt, den Humor nicht vergessen und auch mal über uns selbst lachen wenn alles schief läuft. Wenn ich so z.B. unangenehme und schwierige Szenen im Leben für mich akzeptieren kann, ist es leicht die Angst  vor Fehlern loszulassen. Dies kann zunächst im Inneren beginnen, mit mir allein und Gott dem Höchsten. Ich kann Leichtigkeit und Kraft schöpfen und stark genug werden, andere in Ihrer eigenen Welt zu betrachten und möglicherweise sogar mich zu öffnen um Neues kennenzulernen, und mich darüber zu freuen.

 

Hier die Meditation im Originalton:

 

*Bild oben flikr.com, geändert, Lizenz: CC BY 2.0.

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Frühling der Seele

Wir beginnen wie immer mit einigen Minuten Stille. -

 

In der Stille gibt es wertvolle Momente von innerem Gleichgewicht. Gedanken bringen Gefühle zum Vorschein, jene bei denen wir uns wohlfühlen können wir gern wiederholen. Gerade jetzt im Frühling freuen wir uns über die Blüten und Knospen, welche aus trockenen Ästen sprießen, es ist die Frische und das Neue, was wir lieben. In Bezug auf das Innere, was ist der Frühling der Seele? Wir erinnern uns an gute Dinge, welche wir uns vorgenommen haben, gute Vorsätze, und lassen diese keimen und wachsen. Wir haben Samen gesät welche kleine Keimlinge hervorbringen, die Qualitäten in der Seele. Diese können wir in der Stille reflektieren, mit Geduld und Pflege, die kleinen Pflänzchen begießen. Was könnten es für Pflänzchen sein? (Antworten aus den Kreis) Zum Beispiel Geduld, Zuversicht, Gelassenheit, Liebe, Sanftmut, Mut zum Handeln und Neuanfang, Annahme, Ausdauer, Toleranz, Kraft. Das Gleichgewicht zwischen Liebe und Kraft, z.B. bei Kindern, und das Gleichgewicht zwischen Mut zum Handeln und liebevolles Loslassen.

 

Diese Qualitäten stecken schon in uns, sie sind das Geburtsrecht Gottes Schöpfung. Wir sind teilweise jedoch im Laufe der Zeit davon abgekommen, durch z.B. Stress, Frustrationen oder schlechte Erfahrungen. Wir vergessen manchmal, dass das Göttliche immer da ist. Wir müssen es nur gießen, dann kommt die Sonne von oben und stärkt das Ganze. Es wird auch gesagt ein Schritt macht das Kind und tausend Schritte kommt der Vater entgegen, es ist die Erbschaft Gottes. Ein negatives Erbe ist auch in uns, wie z.B. Ärger, Frust usw. welches wir loswerden wollen. Daher ist es mutig den Schritt zu machen, das Gute zu begießen und Unkraut zu rupfen, die innere Gartenpflege der Seele.

 

In dem Meditationskommentar haben wir führende Gedanken um in den inneren Blumengarten der Seele zu gelangen:

 

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Die Seele im Evangelium

 

Was sagt die Bibel über die Seele?

- Einige Minuten Stille

 

Die Seele ist der Mittelpunkt unserer Meditation. Dabei ist die Seele das Lebendige im Körper, in der Meditation führen wir unser Bewusstsein genau dort hin.

 

Die Recherche nach dem Wort "Seele" im Internet (bibleserver.com) ergibt ca. 160 Ergebnisse, davon ca. 30 beschränkt auf das Neue Testament. Die Stelle welche mich davon am meisten anspricht ist gleich das erste Suchergebnis, Matthäus 10 Vers 28:

... Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle ...

An dieser Stelle werden Leib und Seele eindeutig als zwei voneinander unabhängige Dinge bezeichnet, der Leib kann getötet werden, die Seele kann jedoch nicht getötet werden. Ansonsten wird im Evangelium in den meisten Fällen Körper, Geist und Seele zusammen genannt, als Einheit des gesamten Menschen. In der Meditation unterscheiden wir jedoch zwischen Körper und Seele: Ich bin die Seele und habe den Körper, und ich, die Seele, arbeite mit dem Körper, steuere den Körper, das Gehirn, die Gedanken usw.

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Fasten für die Seele

Sandwüste in der Sahara Libyens, Elian*
Sandwüste in der Sahara Libyens, Elian*

Heute am Aschermittwoch beginnt für viele Leute die Zeit des Fastens bis Ostern, die Zeit des neuen Erwachens auch in der Natur. Dieses Fasten ist gut für den Körper und auch gut für die Seele. Eine Fastenzeit wird auch in vielen Traditionen angeraten. Auf Nahrung zu verzichten beschäftigt den Körper und besonders auch die Seele. Es zeigt uns deutlich unsere Gewohnheiten, z.B. Essgewohnheiten, wenn das Essen fehlt, was machen wir stattdessen? Doch zunächst:

 

Einige Minuten Stille -

 

Wir wollen heute weitere Aspekte für seelisches Fasten aufgreifen. Der Schritt zur Meditation, bei uns selbst in unserer Mitte anzukommen,  ist schon mit seelischem Fasten verbunden. Wir üben immer wieder mit Gedanken umzugehen, die uns bei der Meditation stören. Fasten von negativen Gedanken, fasten von unnützen Gedanken, das sind zwei Bereiche die eng mit unserer Gefühlswelt verbunden sind. Im Vergleich zum physischen Fasten erscheint dies schwieriger, es ist ein Vorgang  der Seele, welche Gedanken und Gefühle erschafft. Die Herausforderung ist, Gedanken zu unterscheiden und zu beobachten. Dies ist auch der erste Schritt in der Meditation. Durch die Beobachtung schaffe ich einen Raum Gedanken in Ruhe zu sortieren ohne sie unterdrücken zu müssen. Dadurch kann ich entscheiden auf welche Gedanken ich verzichten möchte. Als Ersatz für den Verzicht entscheide ich mich für positive und nützliche Gedanken.

 

Konkretes seelisches Fasten wäre beispielsweise in der kommenden Woche darauf zu verzichten, über Andere in nutzlose Weise nachzudenken. Auch darauf, über uns selbst negativ zu denken können wir verzichten. Vielleicht merken wir die nutzlosen Gedanken kaum, nur dass wir uns nicht wohl fühlen ist ein Indiz für feine und subtile negative Gedanken. Die Schöpfung Gottes ist gut! Gott hat nichts schlechtes erschaffen. Nur unsere Angewohnheiten stehen teilweise dem entgegen. Gott ist unser Vater, es lohnt sich immer wieder, sich daran zu erinnern. Ich, die Seele, bin Gottes Kind und von Grund auf gut.

 

Es folgt Meditation hier der Originalton:

 

Bild oben: wikipedia.de: Lizenz, CC BY-SA 3.0,

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Neuheit im neuen Jahr

Die Eine-Welt-Kirche in der Dämmerung*
Die Eine-Welt-Kirche in der Dämmerung*

Einige Minuten Stille -

 

Speziell im Übergang vom alten Jahr ins neue Jahr tauchen die Gedanken auf, was möchte ich neu machen, was möchte ich verändern? Nach einer gewissen Weile jedoch, wenn der Alltag einkehrt, gehen die guten Vorsätze teilweise wieder unter. Neuheit kann sein, sich zu entschließen das zu leben was ich wirklich will, und was auch in mir ist: Den Frieden, die innere Harmonie, die innere Kraft und Liebe. Wenn es mir gelingt äußere Schichten wie z.B. Frustrationen, Ärger, Angst usw. zu durchdringen und beiseite zu lassen, bleibt der Kern übrig, das reine innere Licht, ich, die Seele. Mit dieser inneren Erneuerung kann ich neue innere Kraft immer wieder sammeln.

 

So wie der Lauf des Jahres in der Natur, wo wir uns immer wieder über das Erwachen der neuen Knospen und Blüten im Frühling freuen, welche noch während der Schneeschmelze wie durch ein Wunder auftauchen. Über diese Neuheit freuen wir uns immer wieder, obwohl es nichts Neues ist. Ich kann mir im kommenden Jahr vornehmen mir bewusst zu machen, wer ich eigentlich im Ursprung bin, Gottes reine Schöpfung, das unschuldige Kind, was wieder gelebt werden möchte. Warum nicht den Mut haben dies wieder zu leben?

 

Jetzt, der Anfang des Jahres ist eine gute Zeit zum Reflektieren und Innenschau halten um dieses Neue zu erwecken. Dies gibt Kraft für das ganze Jahr, und Meditation ist ein gutes Mittel in diese innere Mitte, in diese Reinheit und Neuheit wieder zurück zu finden.

 

Hier der Originalton der Meditation:

 

* Bild oben, Foto: Karin Fischer

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Der Weihnachtsstern

Foto: Matthias Ripp
Foto: Matthias Ripp

Bin ich schon in Weihnachtsstimmung? Was ist die Stimmung, die ich so gern mag? In der Familie wünscht man sich so sehr, dass wir gerade in diesen Tagen alle miteinander liebevoll umgehen und nicht das Negative im Anderen sehen. Jeder strengt sich an, die Atmosphäre positiv und liebevoll zu gestalten. Es scheint den tiefen Wunsch und die Sehnsucht im Herzen der Menschen zu geben, liebevoll miteinander umzugehen, am besten mit allen Menschen auf der ganzen Welt. Nicht immer und überall wird dieser Wunsch erfüllt. In Familien, Ländern und zwischen den Kontinenten gibt es nicht unbedingt immer Frieden und Liebe. Trotzdem geht der Wunsch danach nicht verloren und es gibt auch viele Bemühungen dafür, welche sich sehr lohnen. Ich kann im Kleinen schon einiges ausrichten und dieses kann sich auch auf größere Dinge übertragen. - Wenn man den Bogen schlägt, von den inneren Stimmungen, zu den Sternen, den unzähligen Lichtern welche jetzt angezündet und eingeschaltet werden, in den Straßen leuchten und überall glänzen, taucht die Frage auf, gibt es dafür eine Bedeutung, was steckt dahinter? Die Rede ist häufig vom guten Stern, welcher uns führt. Gott wünscht sich, dass wir gute Sterne sind, z.B. Sterne der Hoffnung, Sterne der Liebe, Sterne des Friedens, diese Begriffe sind bekannt. Kann es sein, dass dies Erinnerungen an uns selbst sind? Ähnlich wie die Lichter und Sterne zu Weihnachten ihre Leuchtkraft aus einer Energiequelle, wie z.B. dem elektrischem Strom beziehen, sollten wir im übertragenen Sinne uns an die größte Energiequelle anschließen, Gott dem Stern aller Sterne, dem Licht aller Lichter. Wir sind auch schon angeschlossen, es ist uns nur nicht immer bewusst. Die Zeit zu Weihnachten ist eine gute Zeit für alle Menschen, egal welcher Religion, Kultur und Nationalität, an Gott zu denken und dadurch mit ihm verbunden zu sein. Ich kann mich an Gott anschließen und mir der Energiequelle bewusst werden, so dass ich in meiner individuellen Besonderheit und Qualität leuchten kann, inmitten aller Sterne, und so mit dem gemeinsamen Licht Orientierung geben.

 

In der Meditation können wir den Strom von Gott immer wieder fließen lassen und ansammeln. Und damit auch für Andere ein Licht im Dunkeln sein. Der Originalton der Meditation:

 

 

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Zufriedenheit

Zufriedenheit
Zufriedenheit

Zunächst gibt es einige Minuten Stille. -

Im Wort Zufriedenheit ist "Frieden" zentral enthalten. Wir beleuchten 3 Aspekte der Zufriedenheit. Das eine ist zufrieden zu sein weil ich in meinem eigenen Frieden bei mir selbst angekommen bin, weil ich einfach da bin, in Frieden. Ein anderer Aspekt ist, nachdem ich Erfolg gehabt habe, diese Zufriedenheit kennt sicher jeder. Ein dritter Aspekt ist nicht so einfach, es geht darum sich zufrieden zu fühlen, obwohl ich oder auch jemand anders einen Fehler gemacht hat bzw. die Umstände sehr schwierig sind. In dieser Situation ist es auch möglich Zufriedenheit zu bewahren, es erfordert jedoch einige Übung. Die Voraussetzung dafür ist den ersten Aspekt zu erkennen und wahrzunehmen: Ich bin in meinem wahren Selbst von Grund auf an ein friedliches Wesen, Frieden ist meine Natur. Die Grundlage für Zufriedenheit ist die Erfahrung des eigenen inneren Friedens, dies kann über schwierige Situationen stehen. Die Übung in der Meditation ist, bei mir selbst und meinem inneren Frieden immer wieder anzukommen. Manchmal gibt es Unzufriedenheit obwohl alles gut läuft. Es zeigt, dass äußere Dinge nicht unbedingt zur Zufriedenheit führen, es muss auch eine innere Zufriedenheit "mit mir selbst", der Seele wie wir sagen, da sein. Die Erfahrung "Ich bin Frieden" ist der erste Schritt zur Zufriedenheit.

 

Hier im Original zu hören, die Meditation mit Kommentar zum Thema:

 

 

Die Reaktionen der Teilnehmer:

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Gedanken - Gefühle - Einstellung

Eine-Welt-Kirche Schneverdingen
Eine-Welt-Kirche Schneverdingen

Es gibt den indischen Gruß des Friedens Om Shanti, was übersetzt heißt: "Ich bin Frieden". Was ist Meditation? Die Mitte finden, bei sich selbst ankommen (Meditare). Mittel dazu sind die Gedanken. Machen Gedanken was sie wollen? Ich kann sie beobachten, anschauen, hinfühlen, auch führen und ausrichten.

Es folgt - Stille Meditation -
Was passiert innerlich? Wir schauen ins innere, durch die äußeren Schichten, wie z.B. Verarbeitung derzeitiger Erlebnisse und sonstige Ablenkungen. Was sind wir wirklich im tiefen Inneren? Ich bin das lebendige Wesen, die Seele, Gottes Kind, in mir ist Frieden und eine gute Einstellung. Gedanken lassen Gefühle entstehen, wie z.B. Ärger welcher uns und Andere sehr belastet. Wenn es uns gelingt die Gedanken auf das reine, schöne Innere auszurichten, werden negative Gefühle durch beruhigende Gefühle von Frieden und Mitgefühl automatisch ersetzt. Man kann dies versuchen so oft es geht, verglichen mit einer Blume die man immer wieder begießt und die langsam immer schöner wird.

 

Es folgt Meditation mit Kommentar, hier die Aufnahme zum anhören:

 

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Erster Meditationskreis

Wir, Gudrun und ich und auch alle die geholfen hatten, waren auf diesen Abend sehr gespannt. Dann war es soweit, die Plätze im Halbkreis füllten sich langsam, die letzten Minuten bevor es begann wurden immer stiller. Es waren insgesamt über 20 Teilnehmer zusammen gekommen, einschließlich uns.

 

Nach meiner kurzen Begrüßung und noch kürzeren Vorstellung ging Gudrun gleich zum Thema Meditation und Frieden über, gefolgt von einer ersten Meditation. Eine spezielle Körperhalung oder Körperübung war nicht gefordert.

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